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18. Kampftag | 17.12.2011
2. Bundesliga
Traum erfüllt, Arbeit wartet
Die WKG Leipzig/Taucha ringt in der kommenden Saison wieder in der ersten Bundesliga
Sie sind zurück im Konzert von Deutschlands Elite- Kämpfern. Mit einem 22:16-Erfolg über den KSC Motor Jena feierten
die Ringer der Wettkampfgemeinschaft Leipzig/Taucha am Samstagabend ihre Rückkehr in die erste Bundesliga. Doch neben
aller Aufstiegsfreude haben die Verantwortlichen auch bereits die Planung der kommenden Saison im Blick.
Kapitän Nico Graf saß Mitte der zweiten Halbzeit auf der Bank und telefonierte. Auf der Ringer-Matte versuchte Markus
Jung gegen Jenas Mario Koch für weitere Punkte zu sorgen. Doch für Graf war der Kampf in diesem Augenblick Nebensache.
"Ich hatte da so ein Gefühl", sagte der Mannschaftsführer später. Mit wem er telefonierte, ist nicht überliefert.
"Am Telefon habe ich gesagt, dass wir heute den Aufstieg schaffen", so der 28-Jährige. Er sollte recht behalten.
Klassik-Spezialist Thommy Einhorn machte den Abend perfekt. Nach seinem 3:0-Erfolg über den Jenaer Florian Schwalbe
waren die 200 Zuschauer in der Mehrzweckhalle Taucha kaum zu halten. Und Einhorn ballte seine Fäuste und streckte einen
Finger in die Luft als wollte er sagen: Ja, wir sind zurück in Liga eins." Denn nach zweijährigem Aufenthalt in der
zweiten Bundesliga Nord ringt die Wettkampfgemeinschaft Leipzig/Taucha ab September wieder in der höchsten deutschen
Klasse. "Das haben die Jungs sich erarbeitet und verdient. Ich bin stolz und glücklich", sagte ein zufriedener
Klassik- Trainer Jürgen Hähnel. Er und Freistil-Coch Thomas Weidner wurden von der Mannschaft gebührend beglückwünscht.
Nico Graf unterzog Weidner einer Sektdusche, Hähnel wurde von den Hauptpersonen in die Luft geworfen. "Heute hat einfach
alles gepasst. Die Jungs waren großartig und auch die Zuschauer haben uns toll unterstützt", freute sich Hähnel.
Mit dem Aufstieg ist für Schwergewichtler Nico Graf ein persönlicher Traum in Erfüllung gegangen: "Nachdem ich von Taucha
nach Luckenwalde gewechselt bin, habe ich gesagt, dass es schön wäre, irgendwann zurückzukommen und den Aufstieg mit
Taucha zu schaffen. Der Traum ist heute in Erfüllung gegangen", bekannte ein glücklicher Graf.
Ab September soll es für Leipzig/Taucha losgehen in der ersten Bundesliga. "Unsere Kooperation bleibt bestehen", erklärte
Uwe Neumeister, KFC-Vizepräsident Bundesliga. "Nach der Bekanntgabe der Termine entscheiden wir, wo welcher Kampf
ausgetragen wird." Als Heim- Arena wird neben der Mehrzweckhalle in Taucha die neu gestaltet Halle in der Leplaystraße
dienen. Die Mannschaft, so Neumeister, werde im Grundgerüst bestehen bleiben. "Aktuell haben wir drei bis vier Sportler
als Neuverpflichtungen im Blickfeld", sagte Neumeister. Die WKG Leipzig/Taucha will ihrem Konzept treu bleiben und auch
in der ersten Bundesliga nur mit einheimischen Athleten antreten. "Wir hoffen noch darauf, das der Ringerbund die Quote
der deutschen Athleten in den Mannschaften erhöht", so Neumeister. Aktuell muss ein Team nur vier Deutsche im Aufgebot
haben. "Eine Anhebung dieser Quote würde unsere sportlichen Chancen erhöhen." Während für die Kämpfer die Zeit bis
September voller Vorfreude sein wird, steht für die Organisatoren also noch viel Arbeit an.
Quelle: Leipziger Volkszeitung Autor: Dominik Bath
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